Archiv für November 2014

Redebeitrag zu „Das Problem heißt Rassismus“ am 14.11.14 in Blumenthal

Redebeitrag zur Situation der Geflüchteten
Antifaschistische Gruppe Bremen [AGB]

Liebe Genoss_innen und Teilnehmer_innen der Kundgebung!
Das Problem heißt Rassismus! Dieser Satz ist nicht nur ein Titel zum Aufruf für diese Kundgebung. Dieser Satz bezeichnet gesamtgesellschaftliche Verhältnisse, die nicht nur für die Ablehnung von Menschen steht die von Flucht betroffen sind, sondern auch für das generelle Ablehnen von Menschen, die nicht dem reaktionärem Bild derer entsprechen, die sich selbst als das Maß aller Dinge begreifen. Das Problem Rassismus verbirgt sich nicht nur abstrakt hinter einer deutschen Leitkultur die einer befremdlichen Werteideologie entspringt – Sie verbirgt sich konkret hinter den ordentlichen Vorgärten der Städte und Provinzregionen; wie hier in Bremen Nord. (mehr…)

Film im Antifa-Café | 29.11. | 18 Uhr | Grüner Zweig

Claude Lanzmann: „Aufstand in Sobibor“

Denn nicht „wie die Lämmer zur Schlachtbank“ haben sich die Juden Europas führen lassen – im Gegenteil, wo immer sie die Möglichkeit dazu fanden, haben sich jüdische Männer und Frauen gegen die Mörder zur Wehr gesetzt. (Arno Lustiger)

Jüdinnen und Juden sind mit mehr als 6 Millionen ermordeten Menschen in der Geschichtsschreibung als Opfer der Shoah präsent. Die Überlebenden sahen sich lange mit dem perfiden Vorwurf konfrontiert, sie hätten sich „wie die Lämmer zur Schlachtbank führen lassen“ – wehrlos und ohne Widerstand. Aufstände wie im Warschauer Gettho oder den Vernichtungslagern Treblinka und Sobibor beweisen das Gegenteil: Jüdinnen und Juden wehrten sich in ihrer scheinbar aussichtslosen Lage gegen die „Feinde der Menschheit“. (mehr…)

Redebeitrag während der Kobane- und Şengal-Solidemo:

Gegen jeden Faschismus!
Egal in welcher Form, egal in welchem Land!

Wie euch vermutlich allen bekannt ist, marschierten am vergangenen Wochenende mehrere tausend deutsche /Hooligans/ unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ durch Köln. Bei der Versammlung handelte es sich ganz klar um ein Konglomerat von Arschlöchern- Besoffene Schläger, rechts-anpolitisierte Deutsche und bekennende Neonazis. Sie versuchen zur Zeit ihren Rassismus unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Salafismus zu verstecken. Damit versuchen sie an gesellschaftliche Diskurse anzuknüpfen.

Dass es ihnen dabei vor allem um die Ausübung von Gewalt geht ist am Sonntag wohl allen deutlich bewusst geworden. Anstatt sich mit den kämpfenden Genoss*innen in Rojava zu solidarisieren, fröhnen sie ihrem antimuslimischen Rassismus. (mehr…)